Mit dem deutschen Meistertitel bei den Masters krönt FEO-Jedermann Teamfahrer eine durchwachsene aber dennoch sehr erfolgreiche Saison. Sein Fazit in eigenen Worten lest ihr hier:

„Ich hatte eine gute Straßen Saison und Vorbereitung mit einigen schweren Wettkämpfen wie den 3-Länder-Giro oder das 24-Stunden Rennen am Nürburgring. Allesamt mit dem KJC FEO Teamkollegen, da kam trotz Rennsport auch der Spaß nicht zu kurz. Ende September war ich somit Fit für das Erste Crossrennen, welches auch ich gleich gewinnen konnte. Eine Woche später folgte dann das erste Deutschland Cup Rennen in Bad Salzdetfurt. Hier konnte ich das Rennen ebenfalls für mich entscheiden und somit war ein Ziel, den Deutschland Cup in dieser Saison auch als Gesamtsieger zu beenden. Der Cup ist eine Rennserie von elf Rennen im kompletten Bundesgebiet Bis Mitte Dezember lief alles mehr als gut! Den Deutschland Cup hatte ich bereits Anfang November im Sack dank sieben Siege bei acht Starts!

Dann kamen die Europameisterschaften in Tabor/ Tschechien und ich entsprechend motiviert. Ich galt als Mitfavorit, aber nach 600 Metern war alles vorbei. Ein Sturz kostete viel Zeit und von Platz 16 ging es dennoch auf Platz zwei, aber ich hatte eben nicht die Change bekommen von Beginn um den Titel zu kämpfen. Vize also.

Am  3.12.17 ging es zur WM in Belgien. Der Kurs war mit sehr viel Sand und Top besetzt. Es war viel Laufen war angesagt, bis zu 600 Meter pro Runde, auch das ist Cross. Einen Tag vor meinem Start kam dann die Startliste mit meinem Ausgelosten Startplatz und dieser hieß 84 von 90 Startern. Damit war die Sache erledigt dachte ich, vielmehr noch da die beiden Top Favoriten in der ersten Reihe standen. Also hieß es alles oder nichts am Start. Ich konnte mich von Beginn an sofort durch das Feld förmlich nach vorne katapultieren. Auf vier aus der ersten Runde, Wahnsinn! Dann auf Platz drei und im der letzten von fünf Runden war ich bis auf fünf Sekunden an den Spitzenreitern dran. In der letzten halben Runde  verließen mich dann aber die Kräfte von dem Ritt und es wurde Bronze. Was wäre nur möglich gewesen wenn ich einigermaßen vorne starten hätte dürfen. Aber: Hätte hätte Fahrradkette!!!

Ein Ziel der Saison waren auch die deutschen Meisterschaften, darauf habe ich vieles ausgerichtet. Mitte Dezember dann eine Grippe und die war hartnäckig, jeder Sportler weiß wie schwer es ist 2-3 Wochen ruhig zu halten. Am Dienstag vor der DM dann die Entscheidung es beim Rennen trotz der Zwangspause zu probieren, gesund war ich wieder aber wahrscheinlich Formlos. Ein Test auf dem Rad zeigte aber ein schönes ausgeruhtes Gefühl, einzig der Punch von vorher fehlte ein wenig. Also war der Plan schnell zu starten und schauen was passiert. Der Kurs kam mir entgegen, schnell und technisch. Am Start kam ich gut weg und mit Ralph Berner, Ex-Profi, und Lars van der Slot ging es in die zweite Runde. Hier habe ich mir dann meine Konkurrenz genauer angesehen und gemerkt, dass ich wesentlich stärker in den technischen Passagen war. In Runde drei dann eine Attacke und das Maximum was geht. In der Sandpassage kam ich weg und jetzt hieß es weiter am Gas zu bleiben und sauber in den Technischen Passagen zu fahren. 500 Meter vor dem Ziel hatte ich dann die Gewissheit das Ding in der Tasche zu haben, genial.

Mit 15 Siegen, Rang zwei an der EM und Platz drei bei WM war die Saison fast perfekt. Danken muss ich vor allem meine Freundin Heike die mir immer zur Seite steht und mich immer als größter Fan begleitet! Und ebenso vielen Dank an Tobi Hübner und das ganze KJC FEO Team für das Vertrauen und die Unterstützung von Verein sowie Sponsoren!

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